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Astrid Koopmann/ Bernhard Meier
Kennst du Erich Kästner?

Ist das dort nicht Kästner, Erich Kästner? Ich habe gehört, er war gerade auf großer Reise - Dresden, Leipzig, Berlin, München oder so. Soll ich dich mit ihm bekannt machen? Kästner mal ganz privat! Er hat immer eine Menge spannender Geschichten auf Lager.

Morgen, Kinder, wird's was geben

Morgen, Kinder, wird's was geben

Carl Gottlieb Hering

Das Lied „Morgen, Kinder, wird's was geben“ ist ein bei Kindern beliebtes Weihnachtslied. Denn die häufigsten Weihnachtslieder handeln von der Geburt Christi, dieses jedoch, beschreibt die Vorfreude der Kinder auf die bevorstehende Bescherung.

„Morgen, Kinder, wird's was geben“ geht auf das im Jahr 1780 erschienene Lied „Morgen! Morgen wird’s was geben!“ zurück, dessen Autor unbekannt ist. Veröffentlicht wurde „Morgen, Kinder, wird's was geben“ im Jahr 1795 durch Karl Friedrich Splittegarb und etwa 10 Jahre später wurde es durch den Komponisten Carl Gottlieb Hering vertont.

Andreas Werner

Die Weihnachtsfreude.

Morgen, Kinder, wirds was geben!
Morgen werden wir uns freun!
Welche Wonne, welches Leben
Wird in unserm Hause seyn;
Einmal werden wir noch wach,
Heysa, dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
Von der großen Lichterzahl!
Schöner, als bey frohen Tänzen
Ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch, wie vor’ges Jahr
Es am heil’gen Abend war

Wißt ihr noch mein Räderpferdchen?
Malchens nette Schäferinn?
Jettchens Küche mit dem Herdchen,
Und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
Mit der gelben Violin?

Wißt ihr noch den großen Wagen,
Und die schöne Jagd von Bley?
Unsre Kleiderchen zum Tragen,
Und die viele Näscherey?
Meinen fleiß’gen Sägemann
Mit der Kugel unten dran?

Welch ein schöner Tag ist morgen!
Neue Freude hoffen wir.
Unsre guten Eltern sorgen
Lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
Ist der ganzen Lust nicht werth.

Nein, ihr Schwestern und ihr Brüder,
Laßt uns ihnen dankbar seyn,
Und den guten Eltern wieder
Zärtlichkeit und Liebe weihn,
Und aufs redlichste bemühn,
Alles, was sie kränkt, zu fliehn.

Laßt uns nicht bey den Geschenken
Neidisch auf einander sehn;
Sondern bey den Sachen denken:
„Wie erhalten wir sie schön,
Daß uns ihre Niedlichkeit
Lange noch nachher erfreut?

Wißt ihr noch die Spiele, Bücher
Und das schöne Schaukelpferd,
Schöne Kleider, woll’ne Tücher,
Puppenstube, Puppenherd?
Morgen strahlt der Kerzen Schein,
Morgen werden wir uns freu’n.

Noten zum kostenlosen Download

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Bildquelle:

Vorschaubild, Bescherung unterm Weihnachtsbaum (um 1860), gemeinfrei

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt