Deutschland Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.deutschland-lese.de

Weiterempfehlen

Unser Leseangebot

Wilfried Bütow
Kennst du Heinrich Heine?

Kunstfertig in vielen Genres, geht Heine souverän mit den Spielarten des Komischen um, erweist sich als ein Meister der Ironie und der Satire und weiß geistreich und witzig zu polemisieren.
Doch hatte er nicht nur Freunde. Erfahre mehr vom aufreibenden Leben Heines, wie er aus Deutschland fliehen musste, in Paris die Revolution von 1830 erlebte und den großen Goethe zu piesacken versuchte.


 

Ritt im Mondschein

Dieses Gedicht schrieb Achim von Arnim im Jahr 1820 in einem Brief an seine Frau Bettina. Die beiden waren wie so oft voneinander getrennt, doch mit ihren Herzen sind sie eng verbunden. Der Autor reitet durch die Nacht, sein Blick ist auf die „liebe Ferne“ gerichtet.

Statt der Geliebten ist der Mond in roter Glut zur Stelle. Der Mond war in der Romantik ein sehr beliebtes Naturbild. Ritter und Mond scheuen voreinander. Beide geben sich selbstbewusst. Anders als ein Liebespaar bleiben sie aber einander fremd.

Florian Russi

Herz zum Herzen ist nicht weit
Unter lichten Sternen,
Und das Aug´, von Tau geweiht,
Blickt zu lieben Fernen;
Unterm Hufschlag klingt die Welt,
Und die Himmel schweigen,
Zwischen beiden mir gesellt
Will der Mond sich zeigen.

Zeigt sich heut in roter Glut
An dem Erdenrande,
Gleich als ob mit heißem Blut
Er auf Erden lande,
Doch nun flieht er scheu empor,
Glänzt in reinem Lichte,
Und ich scheue mich auch vor
Seinem Angesichte.
Bettina und Achim von Arnim im Mondschein
Bettina und Achim von Arnim im Mondschein

*****

Bildquellen:

Vorschaubild, Mondschein von Claudia Grabalowski

Achim und Bettina von Arnim im Mondschein, Bild von Claudia Grabalowski - erstellt von Andreas Werner