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Der Bronstein-Defekt

und andere Geschichten 

Christoph Werner

"Ich stellte bald an mir selbst die Verführung durch Zählen und Auswerten fest und empfand die Wonne, Gesetzmäßigkeiten bei gewissen Massenerscheinungen festzustellen. Nichts war vor mir sicher. Als erstes machte ich mich über die Friedhöfe her..."

Die Henne mit den goldenen Eiern

Die Henne mit den goldenen Eiern

Jean de La Fontaine

Ein Bauer hatte eine Henne, die jeden Tag ein goldenes Ei legte. Dadurch wurde der Bauer bald zu einem reichen Mann. „Im Inneren der Henne muss sich ein magisches Organ mit großer Zauberkraft befinden", dachte er Bauer. Anders waren die Eier, die allesamt aus purem Gold waren, nicht zu erklären.
 
Der Bauer wurde immer reicher, aber das genügte ihm nicht. „Wenn aus meiner Henne täglich mehr als ein Ei hervorkäme, könnte ich sehr schnell zu einem riesigen Vermögen gelangen", sagte er zu sich selbst. Er beobachtete die Henne genau und schließlich griff er nach ihr, würgte sie und schnitt ihr den Bauch auf, um zu sehen, was für eine geheimnisvolle Maschinerie sich darin befand. Er konnte jedoch nichts Ungewöhnliches entdecken. Die Henne war ein Huhn wie jedes andere.
 
Nun aber war sie tot und konnte keine goldenen Eier mehr legen. Der Traum des Bauern, noch viel reicher zu werden, war ausgeträumt.
   
Fazit: Wer immer mehr haben will, verliert oft auch noch das, was ihm schon gehörte.
  
  
nacherzählt von Florian Russi

  

   

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Vorschaubild: pixabay, Urheber des Bildes: ClkerFreeVectorImages (gemeinfrei); neu bearbeitet von Kati Spantig